Report 2023
Institute of Human Biology
Das Institute of Human Biology (IHB) wurde in Basel gegründet, um den Einsatz neuer menschlicher Modellsysteme wie gezüchteter Miniatur-Organe in der Entdeckung und in den frühen Phasen der Arzneimittelentwicklung zu nutzen und zu fördern. Jüngste Durchbrüche bei der Verwendung menschlicher Zellkulturtechnologien haben gezeigt, dass sie die klinische Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik mit grosser Genauigkeit vorhersagen können. Die Daten aus diesen neuen Gewebe- und Krankheitsmodellen werden die für die Modellierung und Simulation verwendeten In-silico-Algorithmen ergänzen. Die Arbeiten in diesem aufstrebenden Bereich konzentrieren sich auf Organoide – winzige, selbst organisierte dreidimensionale Gewebekulturen, die aus Stammzellen gewonnen werden – sowie auf «Organ-on-a-Chip». Solche Kulturen der nächsten Generation können so angelegt werden, dass sie die strukturelle und funktionelle Komplexität eines menschlichen Organs nachbilden oder ausgewählte Aspekte zum Ausdruck bringen, z. B. nur bestimmte Gewebetypen produzieren. Die «Organ-on-a-Chip»-Technologie ermöglicht es den Forschenden, menschliche Zellen, die Organe darstellen, unter physiologischen Bedingungen, z. B. mechanischen Reizen, zu kultivieren.
Das Institut bringt Forscher aus Wissenschaft und Industrie zusammen, um die breite Einführung menschlicher Modellsystem in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung zu fördern.
Projektname: Institute of Human Biology
Charta-Artikel: 1, 2